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Ein Stapel Geschirr im Schrank – von Händen gemacht

In unserem schwarzen Glas- und Geschirrkasten links neben dem großen, langen Esstisch stehen mehrere Stapel Schalen, Teller und Tassen.

Aus Porzellan oder Steinzeug. Ein paar Vintagetassen sind auch dabei, der Rest der Keramik wurde in meinem Atelier getöpfert – das Porzellan – oder vor Jahrzehnten während meiner Lehrzeit als Keramikerin gedreht – das Steinzeug.

Ein paar Stücke stammen von Kolleg:innen, die ich im Tauschgeschäft oder mit Barem erworben habe.

Handgemachte Spuren

Alle handgemachten Keramikstücke im Geschirrschrank, in all ihrer Unterschiedlichkeit, haben eines gemeinsam: Sie tragen subtile Hinweise auf die Finger und Hände, die sie gemacht haben. Rillen, Einkerbungen, kleine Unebenheiten.

Die Glasuren der Keramikstücke sind transparent, smaragdgrün, manche dunkel- oder leuchtend blau. Manche Becher sind beige und mit schwarzen Kringeln und Streifen bemalt.

Die Pastaschalen aus Porzellan haben außen ein Webmuster aus den 30er-Jahren, das von Leinentüchern einer Weberei aus unserer Region stammt. Die großen schwarzen Porzellanteller haben oben zarte Kreise, ebenfalls geprägt von einem Textilstück aus einer anderen Weberei der Region.

Ein paar Teller aus dieser Serie werden auch als Rahmen für Gerichte einer Michelin-Sterneküche in den Dolomiten verwendet.

Fotocredit: Auener Hof

Auch die Unterseite erzählt etwas

Auf der Unterseite haben die Teller ein Rankenmuster, das man allerdings nur sieht, wenn man die Teller in die Hand nimmt und umdreht.

Was übrigens Keramiker immer machen, sobald sie ein fremdes Geschirrstück in die Hand nehmen:

Einmal umdrehen und schauen, wer das gute Stück hergestellt hat.

Welche Geschichten erzählen deine Tassen und Teller?