Blick ins Atelier: Werkzeug, schön gereiht
Der Naturschwamm, die Töpfernadel, das spitze Töpfermesser, der Tonschneidedraht, der gerillte für das Porzellan, nicht der glatte, – an zwei Hölzchen befestigt und beim Runterschneiden vom Porzellanhubel zwischen meinen beiden Zeigefingern gespannt,
die Abdrehschlingen und das Formholz werden nach dem Töpfern gleich von mir gewaschen, gereinigt und wieder am Arbeitstisch geordnet.
Meistens.



Wenn nicht, ist es, wenn ich am nächsten Tag ins Atelier komme, als würden die Werkzeuge untereinander angeben,
wer beim Porzellanformen und -bearbeiten von mir am meisten vollgekleckert wurde. Ich ignoriere es, fülle eine Schale mit Wasser, tauche das Werkzeug in die Plastikschale mit Wasser, lass es dümpeln.
Nach ein paar Minuten nehme ich die Stücke einzeln raus und wische mit dem Schwamm alle Gebrauchsspuren des Vortages ab.
Aufgereiht und ruhig warten sie nun, bis sie beim nächsten Töpfern wieder in meine Hände genommen werden.
Ich nehme mir vor, meine Wasserschüssel durch eine Porzellanschüssel zu ersetzen.
Sie fühlt sich besser an als die Plastikvariante.
Diese hat nun endgültig ausgedient.




Als Keramikerin und Kreativunternehmerin, Ergotherapeutin mit langjähriger Praxis und Resilienztrainerin, bin ich Expertin zu den Themen Wahrnehmung, Resilienz, Kreativität und „etwas mit den Händen tun“.
Mein Wissen gebe ich in Resilienztrainings und Workshops, und als Autorin und Speakerin weiter.
Ich lebe im Oberen Mühlviertel, liebe meinen Mann, meine Familie, unsere Haustiere, lese und koche gerne (schnell).

