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Teller sind Diven

handgemachte Porzellanteller haben es in sich.

Ich töpfere lieber Schalen als Porzellanteller.
Teller sind Diven.

Handgemachte Porzellanteller neigen dazu, sich schon beim Trocknen zu verziehen und beim Brennen zu reißen. Außerdem brauchen sie viel Platz. Im Regal beim Trocknen, beim Brennen im Brennofen – auch beim Lagern.

Wenn in ausgewählten Restaurants wunderschöne und köstliche Gerichte auf solchen Tellern serviert werden, sieht man ihnen nicht an, dass die Ausschussware bei der Herstellung  hoch ist. Stolz werden sie aus der Küche balanciert und den Gästen serviert.

Im Atelier stellt sich erst beim Glasurbrand heraus, ob die Teller plan und intakt sind, um gut eingepackt – Schachtel in Schachtelsystem – an die Besteller:innen verschickt werden zu können.

Auch bei mir.

Foto: Auener Hof SAS

Wenn aus erster Wahl zweite Wahl Teller wird

– Oder ob sie als zweite Wahl in meine Küche wandern. Nicht alle Stücke schafffen es in den Verkauf.

Aber dafür bekommen sie einen Platz in unserem Geschirrschrank. Neben dem großen, langen Tisch in unserer Küche.

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Dort stehen sie dann,
in guter Gesellschaft zwischen den Vintagetassen,
den alten Lehrstücken aus Steinzeug,
den Porzellanstücken aus meinem Atelier
und all den anderen Keramiken.

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Vielleicht mag ich meine zweite Wahl deshalb so gerne.

Sie erinnern mich daran, dass beim Arbeiten mit den Händen nicht alles perfekt werden muss. Manche Dinge dürfen kleine Eigenheiten haben.

Denn so findet das handgemachte Porzellanteller, das es nicht in den Verkauf geschafft hat, seinen Platz in unserer Küche; an unserem Tisch.