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Handgeformte Porzellanschalen mit Jacquardmuster – Liebe auf den ersten Griff

Handgeformte Porzellanschalen mit Jacquardmuster – Liebe auf den ersten Griff

Der Koch und Autor Nigel Slater sagt:

„Für mich ist ein handgeformtes Gefäß ebenso anziehend wie eine handgeformte Pastete. Damit meine ich ein Gefäß, das ohne Töpferscheibe entstanden ist (oder im Fall einer Pastete, ohne Backform).“

Seine Worte beschreiben, was Kund:innen empfinden, wenn sie eine meiner handgeformten Porzellanschalen sehen, beziehungsweise in Händen halten. Sie staunen, wie dünn Porzellan verarbeitet ist, wie sich die Oberfläche außen anfühlt,  und wie glatt innen eine Schale ist, wie zart der Rand ist …
So wie eine gekochte Mahlzeit ist auch ein handgeformtes Gefäß Ausdruck von Achtsamkeit, dem Willen, Zeit und Können zu investieren und Liebe zum Handwerk.

So entstehen die Schalen der Serie „Jacquard

Jede Schale ist ein Unikat aus meinem Atelier Textpoterie im Oberen Mühlviertel. Dabei vereine ich Porzellanmasse aus Limogés in Frankreich mit dem für die Region wo ich lebe, typischen Textil: Leinen. Meine handgeformten Schalen „Jacquard“ tragen außen den feinen Abdruck von Jacquardmustern, meist von “Leitner Leinen“, das durch den Modellierprozess dauerhaft in der Schalenaußenfläche verewigt wird.

Damit die Größen und Formen gleichmäßig bleiben und die Schale sich beim Trocknen nicht verzieht, arbeite ich mit Gipsformen.
In diese lege ich das ausgewählte Leinengewebe und beginne dann, von der Mitte ausgehend, Stück für Stück Porzellanmasse aufzubauen:
Kleine Portionen Porzellan werden vom 10 kg schweren „Porzellan-Hubel“ abgezupft, zu Kugeln und Wülsten geformt und sorgsam aneinandergesetzt, gedrückt und verstrichen, bis die Form einer Schale vollständig ist.

Foto: Elisabeth Hofinger

Zum Schluss erhält jede Schale ihren Prägestempel „tp“ – für Textpoterie.

Die Töpferarbeit ist meditativ für mich.

Meine Gedanken kommen und gehen, eine Idee ploppt auf, oder auch nicht. Ich denke an meine Lieben, bin dankbar – für das Leben, meine Familie und dafür, dass ich nach der Matura die Chance hatte, eine Keramikerlehre zu machen.

Der Moment, wenn das Muster sichtbar wird

Ist die Schale fertig geformt, decke ich sie ab – mit dem restlichen Stoff oder mit Seidenpapier – und lasse sie ruhen.
Am nächsten Tag folgt einer meiner liebsten Arbeitsschritte:
Ich löse das Leinen vorsichtig, Zentimeter für Zentimeter, von der Außenfläche: das Jacquardmuster tritt hervor.

Die Schale darf weiter trocknen und wird zurück auf das Trocknungsregal gestellt. Später bearbeite ich den Rand mit einem feuchten Schwamm und prüfe das Muster. Wenn irgendwo ein Rapport unterbrochen ist, zeichne ich das Muster mit der Töpfernadel nach.

Vom Rohbrand zum Glanzstück

Nach einigen Tagen Trocknung folgt der Rohbrand.
Die sogenannten „Scherben“ – so nennt man roh gebrannte Keramikstücke – glasiere ich anschließend innen mit transparenter Porzellanglasur.
Dann erfolgt der Glasurbrand bei 1240 °C.

Etwa 30 Stunden später öffne ich den Ofen – und sehe, was entstanden ist: Porzellanschalen mit Leinenstruktur an der Außenfläche, innen glänzend; jedes Stück ein Unikat.

Es ist für mich wie Geschenkeauspacken.

Wenn die Porzellanschalen schließlich am Tisch oder im Regal meines Schauraums stehen, strahlen sie eine stille, unspektakuläre Schönheit aus – ohne Bling-Bling, aber mit viel Charme.

Handgefertigt mit Liebe, Sorgfalt und Begeisterung.

Foto: Lukas Koechler / Porzellanschale: Textpoterie

Schönheit für deinen Alltag:

Wenn du eine meiner Schalen aus Porzellan siehst oder in die Hände nimmst – erfreut sie dein Auge, wie fühlt sie sich an?
Denkst du bereits an ein Gericht? Falls ja, wie wird es darin aussehen? Dazu sagt Nigel Slater:

„Es (das Gericht) muss aussehen, als fühlte es sich dort wohl.“

Oder wird die Schale ein “Dekostück” bleiben, an einem besonderen Platz in deiner Wohnung stehen?

Jede Schale erzählt eine eigene kleine Geschichte aus meinem Atelier und meinem Leben.

Foto: Elisabeth Hofinger


PS: Ich als Köchin jedenfalls, liebe es, das passende Gefäß für ein Gericht zu wählen:
Ob weiß, schwarz, cashmerefarben oder ein zarter Lilaton „Aubergine“ – jede Farbe unterstreicht den Charakter des Gekochten.

Vielleicht findest auch du dein Lieblingsstück aus Porzellan, das dich täglich begleitet – still, schön und handgemacht.

Komme gerne in meinem Atelier vorbei: A-4122 Arnreit 29,
oder schaue in meinen  O n l i n e s h o p.

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Foto: Anika Ecker

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